Kategoriearchiv: Kurzmitteilungen

Ausbildung für Hausfrauen

Früher war es üblich, dass von Zeit zu Zeit auch die nicht in der Feuerwehr tätigen Frauen für den Ernstfall (Brandfall) ausgebildet wurden. Durch die Modernisierung der Alarmierungssysteme sind diese Übungen weggefallen. Gestern Abend haben wir auf Wunsch der Nachbarschaft Segnas die Tradition aufgegriffen und erneut eine solche Übung organisiert. Die für die Verhältnisse hohe Zahl an Teilnehmerinnen (17 Personen) zeugte, dass das Interesse immer noch da ist. Die Frauen wurden an zwei Posten ausgebildet: Kleinlöschgeräte und Hidrantendienst. Dass der Abend ein Erfolg wurde, verdanken wir auch Roland Cavelti (Primus Brandschutz) und den Feuerwehrmännern Andreas, Anselm, Armin, Ivo, Adrian, Augustin und Gion.

Glück für einen Familienvater

25.12.2003. Am Weihnachtstagabend um 21.06 Uhr fing der Weihnachtsbaum während des Gute Nacht Liedes für seine Söhne Feuer. Dank einem Feuerlöscher, der in der Nähe stand, konnte der Vater den brenneden Baum löschen. Es entstand kein Sachschaden. Zur Sicherheit bot der Mann über den Notruf 118 den Pikettoffizier der Feuerwehr auf. Der Brand wurde durch eine Wunderkerze verursacht.

Tipps vom Profi

Am 19. Dezember 2003 referierte Alex Heim, unser deutscher FW-Kamerad, aus seiner Erfahrung in der Strassenrettung. Nach einem theoretischen Einstieg, zeigte er uns verschiedene Unfälle und berichtete, wie die Personen gerettet wurden. Mit einem Rucksack voll Tipps und Tricks beenden wir nun die Ausbildung 2003.

Blitzeinschlag in Stagias

14.8.2003. Um 13.00 verursacht ein Blitz einen Brand in Val da Crusch westlich von Mumpé Medel. Die Feuerwehr Disentis ist mit 18 Mann vor Ort. Der Brand kann in kurzer Zeit gelöscht werden.

Die Brandstelle ist zuerst nicht auffindbar, da starker Nebel die Sicht verhindert. Erst als die Einwohnerin, die den Blitzeinsclag gesehen hat, gefunden wird, kann der Brand lokalisiert werden. Da in diesem Gebiet grosser Wassermangel herrscht und die Stelle sehr abgelegen ist, bereiten wir uns auf einen grösseren Angriff vor. Dank des TLF‘s kann der Brand schnell gelöscht werden, dies ohne kilometer lange Leitungen bauen zu müssen. Bei den Löscharbeiten kommt auch der Waldbrandanhänger mit Spezialwerkzeug zum Einsatz. Aufgetankt wird im neuen Löschwasserbecken in Stagias.

Nach fast 4 Stunden ist der Einsatz beendet.

Besuch bei der Feuerwehr Medel

Eine Übung der besonderen Art fand am Mittwoch, den 14. März in Curaglia/ Medelsertal statt. Zum ersten Mal traffen sich die drei Kader der Gemeinden Tujetsch, Medel und Disentis zu einer gemeinsamen Übung. Ziel des Abends war die FW Medel/Lucmagn kennenzulernen. Kommandant Armin Bundi und Kommandant-Stellvertreter Toni Venzin führten durch den Abend. Armin Bundi ist seit fünf Jahren Kommandant der FW Medel/Lucmagn, Toni Venzin ist Kdt-Stellvertreter. Da die Gemeinde mit dem Nachwuchs vor allem für Kaderpositionen Schwierigkeiten hat, vereinen Kdt und Kdt Stv auch gerade die Aufgaben von Fourier und Materialschef..                   Medel ist von der Einwohnerzahl eine kleine Gemeinde, flächenmässig aber eine sehr grosse. Grosse Anfahrtswege, die vielen Streusiedlungen und Wassermangel auf der südlichen Talseite bringen erhebliche Probleme mit sich, die es zu lösen gilt. 1990 kauft de Gemeinde eine Motorspritze Typ 2. Auch auf dem zusätzlichen Anhänger findet sich eine MS Typ 1.

Spektakuläre Rettung eines Kinderskihelmes

4.2.2000. Wohl reif für die „Lezte Seite“ der Schweizerischen Feuerwehr Zeitung wäre folgender Beitrag: Am Freitag, den 4. Februar 2000 rückte unsere Feuerwehr, wenn auch nur mit einem Mann, wegen eines Skihelmes aus. Dieser war nämlich bei der Talstation der Bergbahnen Disentis in den Bach gefallen. Für die Angestellten der Bergbahnen war eine Rettung zu gefährlich und so wandte sich die verzweifelte Mutter an die Gemeindeverwaltung. Von dort aus wurde unser Kommandant benachrichtigt und er rückte sofort aus, um zu schauen, was eigentlich los sei. Am Ereignisort angetroffen, sah er den Helm einige Meter tiefer auf dem Wasser schwimmen. Als praktischer Mann hatte er bald einen Lösungsweg gefunden. Er informierte die Mutter und sagte, dass eine Bergung mit Hilfe einer Feuerwehrleiter das Aufgebot von mehreren Leuten zur Folge hätte. Doch dann erinnerte er sich an die alten, vom Zivilschutz her stammenden Leitern, und holte das nötige Rettungsgerät. In einer spektakulären Rettungsaktion konnte der Helm zwar nass, aber doch unbeschädigt geborgen werden.