Kategoriearchiv: Einsätze

Segnas: Selbstunfall mit Auto fordert Todesopfer

07.10.2023. Am Samstagvormittag ist es im Gebiet Valzeinza unterhalb von Mumpé Tujetsch zu einem Selbstunfall gekommen. Eine Person verstarb.

Ein 69-jähriger Autolenker fuhr um zirka 09.20 Uhr von Segnas herkommend eine Nebenstrasse hinunter um nach «Mises las Cavorgias» zu gelangen. Bei einem Fahrmanöver geriet das Fahrzeug talseitig über die Strasse hinaus und überschlug sich anschliessend mehrfach. Das Fahrzeug kam ungefähr 80 Meter unterhalb der Strasse auf einer Wiese zum Stillstand. Aufgrund der schweren Verletzungen verstarb der Lenker auf der Unfallstelle. Der genaue Unfallhergang wird durch die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Graubünden abgeklärt. Im Einsatz standen nebst der Kantonspolizei der Strassenrettungsstützpunkt Sursassiala und der rettungsdienst Surselva.

Text: Kapo GR

Glimpflich verlaufen

27.9.2023. Unsägliches Glück hatte ein LKW-Chauffeur, als er mit seinem vollbeladenen Lastwagen durch das Val Platta in Richtung Curaglia fuhr. Auf einer Waldstrasse, oberhalb einer 70 Meter hohen Felswand, kam er so nah an den Strassenrand, dass dieser abbrach und das Fahrzeug in die Tiefe zu stürzen drohte. Dank des Dieseltanks und einem Pfosten wurde das weitere Absinken verhindert und er konnte sich aus der misslichen Lage befreien. Dabei wurde der Tank aber beschädigt. Er suchte nach einem geeignetem Abstellplatz und hielt unterhalb Curaglia an, wo der Grossteil des Diesels aus dem Tank floss. Zum Einsatz kamen, nebst 8 Angehörige der Feuerwehr, auch die Kantonspolizei, das Amt für Natur und Umwelt, das Tiefbauamt, der Forstdienst der Gemeinde Medel, ein Mechaniker und der Besitzer der Firma. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt.

Zwei Verkehrsunfälle zur fast gleichen Zeit

11.7.2023. Auf der Lukmanierstrasse zwischen Disentis und Curaglia ereignete sich gegen Abend ein Zusammenstoss zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad. Leider verstarb der Motorradlenker trotz sämtlichen Massnahmen durch die Rettung Surselva und die Regacrew noch auf der Unfallsstelle. An beiden Fahrzeugen enstand Totalschaden. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass Benzin und Öl in den Medelserrhein gelangte.Die Lukmanierstrasse blieb während rund 4 Stunden geschlossen.

Bericht Kapo GR:

Am Dienstagnachmittag ist am Lukmanierpass in Curaglia ein Motorradfahrer gestürzt und auf der Gegenspur mit einem Auto kollidiert. Er erlag seinen schweren Verletzungen auf der Unfallstelle. 

Der 74-jährige Kanadier fuhr als Mitglied einer achtköpfigen Motorradgruppe kurz nach 17 Uhr auf der Lukmanierstrasse von Curaglia in Richtung Disentis/Mustér hinunter. Auf der Gegenspur nahte eine 45-jährige Schweizerin mit ihrem Auto. In einer Rechtskurve zwischen den Tunnels Val da Rhein und Val Zagrenda II stürzte der Motorradfahrer und kollidierte auf der Gegenspur mit dem bergwärts fahrenden Auto. Eine Notärztin, ein Notarzt sowie Teams der Rettung Surselva und der Rega führten die durch die Gruppe begonnenen medizinischen Massnahmen weiter. Der Mann verstarb noch vor Ort. Die Arbeiten auf der Unfallstelle wurden unterstützt durch die Feuerwehr Sursassiala. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft ermittelt die Kantonspolizei Graubünden die Unfallursache. 

Während des Einsatzes erfolgte eine zweite Alarmmeldung. Beim Ausweichen auf der engen Cavorgia-Strasse fuhr ein Fahrzeuglenker über den Strassenrand und überrollte sich mehrmals den Hang hinunter. Glückicherweise wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr wurde aufeboten, um nach auslaufenden Flüssigkeiten zu schauen und das Fahrzeug zu sichern. (Bericht Kapo folgt)

Auto kippt nach Kollision mit Leitplanke auf die Seite

Bericht: Kapo GR

23.05.2023. Am Dienstagvormittag ist auf der Oberalpstrasse ein Automobilist mit einer Leitplanke kollidiert. Das Auto kippte anschliessend auf die Seite.

Der 66-Jährige fuhr kurz nach 10.20 Uhr über die Hauptstrasse H19 in Disentis/Mustér bergwärts in Richtung Oberalppass. In einer Linkskurve kollidierte der Automobilist mit der beginnenden rechtsseitigen Leitplanke sowie einem Kandelaber. Anschliessend kippte das Auto auf die linke Fahrzeugseite. Passanten konnten den Mann aus dem Fahrzeug bergen und ein Ambulanzteam der Rettung Surselva überführte ihn zur medizinischen Kontrolle ins Spital Ilanz. Auslaufendes Getriebeöl wurde durch Einsatzkräfte der Strassenrettung Feuerwehr Sursassiala gebunden. Die Kantonspolizei Graubünden klärt die Unfallursache ab.

Unfall mit eingeklemmter Person

30.12.2022. Kurz nach 9 Uhr morgens kam die Meldung über einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person in Sedrun. Die Strassenangabe „Via Bugnei“ irritierte aber, weil dieser Name auch in Disentis/Mumpé Tujetsch vorkommt. Dort wurde ein Mann unter einer landwirtschaftlichen Maschine eingeklemmt und sehr schwer verletzt. Zusammen mit der Polizei, dem Rettungsdienst, der REGA rückten wir gleichzeitig zum Unfallort mit 15 Feuerwehrleuten aus. Die Einsatzzentrale konnte die richtige Einsatzstelle sehr schnell nachliefern und die Rettungskräfte an die richtige Stelle beordern.

Vor Ort konnten unsere AdF des Shuttleteams den Rettungsdienst optimal unterstützen, während die überigen Kräfte das Fahrzeug sicherten und auslaufendes Öl binden konnten. Seit zwei Jahren haben wir die Zusammenarbeit mit dem Rettunsgdienst sehr stark intensiviert, was sich wieder einmal mehr auszahlte. Professionell und rasch konnte der Patient versorgt und mit der REGA nach Luzern geflogen werden.

Hier folgt die offizielle Meldung der Kapo:

Am Freitag ist in Segnas ein Mann unter einem von ihm gelenkten landwirtschaftlichen Fahrzeug eingeklemmt worden. Der Mann zog sich schwere Verletzungen zu.

Der 74-Jährige führte am Freitag um 09.15 Uhr mit seinem landwirtschaftlichen Fahrzeug einen Holztransport aus. Nach ersten Erkenntnissen versuchte der Mann gemeinsam mit einem Bekannten, das Fahrzeug rückwärts im ansteigenden Gelände zu manövrieren, als es sich über die Verbindung zwischen Motoreinachser und Anhänger eindrehte. Dabei rutschte der Mann vom Sitz und wurde unter dem rechten Hinterrad des talwärts in Bewegung geratenen Gefährts eingeklemmt. Gemeinsam mit Drittpersonen entlud sein Bekannter die Ladebrücke und befreiten den Mann. Angehörige der Feuerwehr Sursassiala sicherten das Fahrzeug. Ein Ambulanzteam des Spitals Ilanz sowie eine Rega-Crew übernahmen die medizinische Versorgung des schwer verletzten Mannes. Er wurde ins Kantonsspital Luzern geflogen. Die Kantonspolizei Graubünden ermittelt den genauen Unfallhergang.

Auto stürzt einen steilen Abhang hinunter

KAPO 6.6.2022. Am Pfingstmontagmittag ist auf der Oberalpstrasse in Tujetsch ein Auto ein steil abfallendes Wiesland hinuntergestürzt. Der Fahrzeuglenker erlitt dabei leichte Verletzungen.

Am Montag kurz vor 12.15 Uhr fuhr der 25-jährige im Kanton Tessin wohnhafte Autolenker alleine auf der Oberalpstrasse vom Oberalppass kommend in Richtung Sedrun. In der Linkskurve bei der Örtlichkeit Mises geriet das Fahrzeug aus noch ungeklärten Gründen über den talseitigen Fahrbahnrand hinaus. Das Fahrzeug fuhr geradeaus über den Kiesstreifen und weiter durch Wiesland wo es nach rund 20 Meter aufgrund der Geländekante abhob und in die darunterliegenden Erlenstauden stürzte. Sich mehrfach überschlagend rollte das Fahrzeug weiter den Hang hinunter wo es rund 80 Meter unterhalb der Fahrbahn wieder auf den Räder stehend total beschädigt zum Stillstand kam. Der Lenker konnte das Fahrzeug selbständig verlassen und erlitt nur leichte Verletzungen. Unter Mithilfe der ausgerückten Strassenrettung vom Feuerwehrstützpunkt Sursassiala wurde der Verletzte nach einer notfallmedizinischen Versorgung durch die Rega aus dem schlecht zugänglichen Gebiet geborgen und umgehend ins Kantonsspital Graubünden nach Chur überflogen. Kurzzeitig musste die Oberalpstrasse in beiden Richtungen gesperrt werden. Während den weiteren Bergungs-/ und Aufräumarbeiten wurde der Verkehr wechselseitig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Das total beschädigte Fahrzeug war nicht mehr fahrbar und musste in einer aufwändigen Aktion durch den Abschleppdienst geborgen werden. Die Kantonspolizei Graubünden ermittelt die genauen Umstände, die zu diesem Verkehrsunfall geführt haben.

Dachstock fängt Feuer

4.6.2022. Wahrscheinlich verursacht durch Arbeiten am Dach fängt der Dachstock an zu brennen. Die ersten Löschversuche durch den Eigentümer schlagen fehl. Die Feuerwehr kann durch einen gezielten Eingriff den Brand rasch löschen und auch den Schaden klein halten. Unterstützt wurden wir von zwei Kantonspolizisten und prophylaktisch auch das Team des Rettungsdienstes Surselva. Die enorme Hitze brachte einige Einsatzkräfte an ihre Leistungsgrenzen.

Wohnungsbrand im Dorfzentrum

28.11.2021. Um 16.45 Uhr melden Anwohner eine starke Rauchentwicklung aus der Nachbarswohnung im Dorfzentrum von Disentis. Beim Eintreffen der Feuerwehr sind die Bewohner des Hauses bereits durch die Polizei in Sicherheit gebracht worden – der Polizeiposten befindet sich in der Nähe. Der vorgerückte AS-Trupp findet sich schnell in starkem, schwarzen Rauch. Es gelingt jedoch schnell den Brand zu löschen. Anschliessend können die Wohnung und die weiteren Stockwerke gelüftet werden. Eine Bewohnerin musste mit Rauchvergiftungen ins Regionalspital Ilanz gebracht werden. In der Wohnung entstand grosser Sachschaden. Im Einsatz standen 19 AdF, 2 Kantonspolizisten und 2 Rettungssanitäter des Rettungsdienstes Surselva.

Stallbrand verhindert

18.08.2021. Es ist kurz nach sieben Uhr morgens, als der Pächter des Klosterhofes anruft und meldet, dass eventuell einer der fünf Heustöcke übergärt. Das Kleinaufgebot wird mum 07:13 durch die ELZ Chur alarmiert. Nach kurzer Zeit treffen wir uns am Einsatzort und sehen sofort, dass die Heumesssonde an einigen Stellen Temperaturen von über 80°C anzeigt. Sofort wird der Ersteinsatz aufgeboten und einige Bauern bringen Maschinen auf Platz. Nun erfolgt unter Brand- und Atemschutz die Ausräumung des rund 900m3 grossen Futterstockes, welche 4.5 Stunden andauert. Die grosse Restfeuchte verhindert zum Glück, dass sich das Feuer entzündet, osdass das gesamte Heu vor dem Stall ausgebreitet werden kann. Dies geschieht mehrheitlich von Hand. Nach 5 Stunden Einsatz sieh die Bilanz sehr gut aus: am Gebäude entstand kein Schaden, auch Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden. Nur das herausgerissene Heu ist bedingt brauchbar, da es an einigen Stellen bereits verkohlt ist. Im Einsatz standen 16 AdF, 4 Landwirte mit grossen Maschinen, 2 Kantonspolizisten und 3 freiwillige Helfer. Ein Brand wie 2006 konnte glücklicherweise verhindert werden. Als Ursache gilt ein Defekt an der Lüftungsanlage.

Schwerer Verkehrsunfall fordert einen Toten

29.5.2021. Kurz vor 16:00 Uhr kam es auf der Oberalpstrasse zwischen Rabius und Sumvitg zu einer schweren Fahrzeugkollision. Dabei wurden mehrere Personen leicht bis sehr schwer verletzt.  Zwei Personen wurden eingeklemmt. Der Verkehr musste über zwei Stunden umgeleitet werden. Im Einsatz standen neben unserem Strassenrettungsteam mit 14 Mann, 2 Sanitätsteams der Rettung Surselva, 2 Helikoptercrews der REGA und der AAA, sowie 5 Kantonspolizisten. Zwei zufällig anwesende Ärzte und ein Nothelfer unterstützten die Rettung. Eine Person verstarb später an den Folgen des schweren Unfalls.

Bericht Kapo Graubünden:

Rabius: Frontalkollision zweier Personenwagen fordert Todesopfer

30.05.2021

Am Samstagnachmittag kurz vor 16.00 Uhr ist es in Rabius zu einem Verkehrsunfall gekommen. Der Fahrzeuglenker eines Personenwagens starb später im Kantonsspital Graubünden in Chur.

Ein Personenwagenlenker fuhr mit einer Beifahrerin und einem Kleinkind von Rabius auf der H19 in Richtung Disentis. Ausgangs der langgezogenen Rechtskurve auf der Brücke Val Mulinaun geriet der Personenwagen auf die Gegenfahrbahn, wo er mit einem entgegenkommenden Personenwagen, besetzt mit Lenker und Beifahrerin, frontal kollidierte. Die drei Personen, des in Richtung Disentis fahrenden Personenwagens wurden leicht verletzt, vor Ort durch zwei Ambulanz-Teams medizinisch versorgt und anschliessend ins Regionalspital Surselva nach Ilanz gefahren. Lenker und Beifahrerin des in Richtung Ilanz fahrenden Personenwagens wurden im Fahrzeug eingeklemmt und mussten durch die Strassenrettung der Feuerwehr Sursassiala geborgen werden. Anschliessend wurden die beiden Schwerverletzten mit je einem Helikopter der Rega und der Alpine Air Ambulance ins Kantonsspital Graubünden nach Chur überflogen. Am Abend verstarb der Lenker aufgrund der schweren Verletzungen im Spital. Die H19 musste während der Tatbestandsaufnahme für rund zwei Stunden gesperrt werden. Es wurde eine Umfahrung eingerichtet. 

Grosser Wasserschaden in Mehrfamilienhaus

24.1.2021. Aufmerksame Anwohner in Cavardiras/Disentis alarmierten um 16:42 Uhr die Feuerwehr, als sie feststellten, dass die Hausfassade des benachbarten Hauses, das seit Frühling nicht bewohnt wird, komplett mit Eis verdeckt war. Wir rückten mit 6 Mann aus, in Gedanken eine eingefrorene Leitung, die wahrscheinlich zerborsten war. Das Ausmass des Schadens wurde aber erst beim Eintreffen vor Ort ersichtlich: das gesamte Erdgeschoss, der erste Stock und die angebaute Zivilschutzanlage standen zentimeterhoch unter Wasser, teilweise bis 10 Zentimeter. Noch immer floss ein Bächlein über Treppen und Fassade. Unser Ziel war den Schaden zu minimieren, konkret die Wassermengen abzusaugen, damit der Frost in der Nacht nicht noch mehr Schaden an den Wänden und Beton anrichten kann. Während mehreren Stunden musste das Wasser mittels Tauchpumpen und Wassersauger ausgepumpt werden. Da die Wasseruhr im Juni abgelesen wurde, war klar, dass 393 m3 Wasser ausgeflossen waren. Am Haus entstand ein beträchtlicher Schaden von rund 200’000 Franken. Nebst der Feuerwehr standen auch die Kantonspolizei und ein Angestellter des Energieversorgers im Einsatz.

Starke Regenfälle verursachen Rüfen UND Erdrutsche

3.10.2020. Sehr starke Niederschläge bis 185mm/m2 (Lukmanierpass) verursachten grosse Schäden an Infrastruktur, vor allem Wald-, Gemeinde- und Kantonsstrassen, welche gesperrt werden mussten.  Unsere Feuerwehr stand 12 Stunden im Einsatz, unterstützt von Polizei, Forstämter, Werkhöfe und Tiefbauamt. Die Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen KP hat bestens funktioniert. Auch wenn wir hie und da hilflos zusehen mussten, wie das Wasser seine zerstörrerische Kraft ausübte, konnten wir etliche Gebäude und Dorfteile von den Wassermassen schützen. 

Update: Insgesamt wurden rund 400 Einsatzstunden geleistet. Es regnet weiter. Bereits am Sonntag gab es einen erneuten Einsatz wegen Regen.