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Für mehr Sicherheit im Kloster

11. April 2026 – ein ganz spezieller Tag für unsere Feuerwehr, aber auch für das Kloster Disentis.

Zum ersten Mal fand eine intensive Feuerwehrausbildung für die jungen (und junggebliebenen) Patres und Fratres des Klosters Disentis statt. Die Idee dazu entstand im Rahmen einer jährlich stattfindenden Evakuationsübung sowie in Gesprächen – insbesondere mit Pater Murezi, der auch aktiv an den Vorbereitungen beteiligt war.

Ein Brand im Kloster stellt für uns als Feuerwehr eine besondere Herausforderung dar. Zwar sind sämtliche Gebäude brandschutztechnisch auf dem neuesten Stand, da die gesamte Klosteranlage in den letzten Jahrzehnten umfassend renoviert wurde. Dennoch gleicht das Gebäude für Aussenstehende – und das sind die meisten unserer Feuerwehrleute – einem Labyrinth. Bei einem Einsatz, und sei er noch so klein, sind wir daher auf ortskundige Personen angewiesen.

Erfreulicherweise durfte das Kloster in den letzten Jahren mehrere junge Männer als Ordensbrüder aufnehmen. Daraus entstand die Idee, diese durch uns auszubilden, damit sie uns im Ereignisfall im Kloster unterstützen können. Damit dies funktioniert, müssen Abläufe und Personen bekannt sein – das spart im Ernstfall wertvolle Zeit.

Entsprechend war auch das Programm aufgebaut: In einem ersten Teil betrachteten wir den Ablauf eines Alarms – von der Meldung bis zur Bewältigung durch die Feuerwehr. Spielerisch wurde ein Ereignis durchgespielt, und sofort zeigte sich, dass unsere zehn Teilnehmer voll engagiert dabei waren. Fragen konnten geklärt und Diskussionen geführt werden.

Anschliessend widmeten wir uns der Evakuierung sowie der Brandbekämpfung mit einfachen Mitteln. Wir zeigten einen Teil unserer Ausrüstung, damit die Teilnehmer eine Vorstellung davon erhielten, was möglich ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit diese Mittel eingesetzt werden können.

Den Abschluss bildete eine Atemschutzübung mit mehreren Zielen: Einerseits sollte aufgezeigt werden, wie schwierig die Personensuche im Rauch ist, andererseits wurde deutlich, wie schnell vertraute Räume durch Rauch zur Falle werden können. Alle zehn Patres legten ohne zu zögern ein Atemschutzgerät an und suchten in Zweierteams Räume ab.

Der halbe Tag war für beide Seiten ein voller Erfolg. Das wichtigste Ziel wurde erreicht: die KKKK-Regel – in Krisen Köpfe kennen und deren Kompetenzen einschätzen. Die Ausbildung vermittelte den Teilnehmern Sicherheit und nahm auch Ängste, sodass im Ernstfall ruhiger und besonnener gehandelt werden kann.